Steinsalzlager dominieren in unseren Breiten

In Deutschland sind ausschließlich Steinsalzvorkommen für die Gewinnung von Salz von Bedeutung. Die von SÜDSALZ veredelten und angebotenen Produkte für Haushalte, lebensmittelverarbeitendes Gewerbe und Industrie, Wasserenthärtung, Landwirtschaft, chemische Industrie und Behörden basieren auf Steinsalz. Steinsalz ist auch Rohstoff für die Herstellung unserer Siedesalzprodukte. 

Betrachtet man die Salzgewinnung weltweit, stammen rund siebzig Prozent aus Steinsalzlagern, etwa dreißig Prozent – das Meersalz – werden aus Meerwasser oder salzhaltigen Binnenseen gewonnen.

STEINSALZ - rund 200 Millionen alt

Gebildet haben sich die Steinsalzvorkommen vor rund 200 Millionen Jahren durch das Verdunsten früherer Meere. Wie z. B. im Steinsalzbergwerk Heilbronn kann das hier in fester Form vorliegende Salz nach bergmännischem Verfahren unter Tage abgebaut werden. Hierzu werden mächtige Kammern erstellt, die Gewinnung erfolgt durch Bohr- und Sprengarbeiten sowie durch die schneidende Gewinnung. Anschließend wird das Salz zutage gefördert, zerkleinert, gereinigt und für die einzelnen Anwendungsgebiete aufbereitet. Steinsalz ist fast reines Natriumchlorid.

Es wird als das Produkt der 10.000 Anwendungen in der Industrie, im gewerblichen Bereich, in der Wasserenthärtung, in der Landwirtschaft oder auch im Lebensmittelsektor verwendet. Jeder Mensch kommt nahezu täglich direkt oder indirekt mit einem Produkt in Berührung, bei dessen Herstellung Salz verwendet wird. 

 

SIEDESALZ - aus Sole zu weißem Gold

Siedesalz wird aus Sole (salzhaltiges Wasser) mit Hilfe geschlossener Verdampferapparate gewonnen. Sole kann einen natürlichen Ursprung besitzen oder wie am Beispiel des Salzbergwerks Berchtesgaden durch bergmännische Tätigkeit erzeugt werden. Dabei wird unterirdisch Wasser in einen Salzstock geleitet. Das hier fest gebundene Salz wird gelöst und als gesättigte Sole (etwa 312 Gramm NaCl pro Liter) zutage gefördert.

In der Saline Bad Reichenhall wird das Siedesalz nach dem Thermokompressionsverfahren aus der im Salzbergwerk Berchtesgaden gewonnenen Sole und aus Quellsole hergestellt. In der Saline Bad Friedrichshall wird das Siedesalz in einer Vakuum- Verdampferanlage rekristallisiert. Die Siedesalzprodukte werden anschließend getrocknet und in verschiedene Körnungen klassiert. Daraufhin werden sie durch spezielles Verfahrens-Know-how mit unterschiedlichen Zusatzstoffen, wie Jodat oder Fluorid, im Falle von Speisesalz, abgepackt. 

 

MEERSALZ - Produkt aus riesigen Salzgärten

Die Gewinnung von Meersalz ist technisch deutlich weniger aufwendig gegenüber Stein- und Siedesalz. Das ungefilterte Meerwasser verdunstet durch Sonneneinwirkung und Wind in natürlichen oder künstlich angelegten Becken-sogenannten Salzgärten. Nur etwa 80 Prozent der Salze im Meerwasser sind Natriumchlorid, der Rest besteht aus anderen Salzverbindungen und Verunreinigungen (z. B. Gips). Ein Teil der gewonnenen Meersalze wird durch einen mehrstufigen Wasch- und Kristallisationsprozess weiter gereinigt. 

 

Steinsalz - Salzabbau durch "Bohren und Sprengen"

Steinsalz - Salzabbau durch "schneidende Gewinnung"