Über 10.000 Folgeprodukte werden mit Salz hergestellt!

Industriesalz- Umwandlung der Stoffe

Schon die Schlagzeile macht deutlich, dass es hier in erster Linie um die Chemie geht, die Industrie der Stoffumwandlung schlechthin. Bereits vor Jahrtausenden wurde Soda zum Waschen, Färben und Bleichen von Kleidung und zur Glasherstellung gebraucht. Vor rund 200 Jahren war der Bedarf bereits so stark gewachsen, dass er nicht mehr aus natürlichen Quellen gedeckt werden konnte.

Als es dem französischen Arzt und Naturforscher Nicolas Leblanc gelang, Soda auf der Basis von Kochsalz herzustellen, war der Durchbruch zur großtechnischen Produktion von Soda gelungen, die für die Glas-, Textil-, Wasch- und Reinigungsmittelherstellung als Grundstoff benötigt wird. Seife wurde für jedermann erschwinglich, was zu mehr Hygiene führte - sicher auch ein Grund dafür, dass sich die Lebenserwartung im vorigen Jahrhundert fast verdoppelt hat.

Die Chlor-Alkali-Elektrolyse - die Mutter der Kunststoffe

Hierbei wird mit Hilfe von elektrischem Strom das Salz (NaCl) in seine Bestandteile Chlor und Natrium zerlegt. Die Erfindung der Batterie und die Lösung etlicher technischer Probleme waren die Vorraussetzung für dieses als Chlor-Alkali-Elektrolyse bezeichnete Verfahren. Aus der Verbindung von Kohlenstoff und Chlor entsteht u. a. Vinylchlorid, das Ausgangsprodukt für einen der am weitesten verbreiteten Kunststoffe überhaupt: Das Polyvinylchlorid (PVC).

PVC - ein universeller Kunststoff von der Scheckkarte bis zur Diskette.